Einstieg in Git als Versionskontrollsystem

von Stefan Imhoff Veröffentlicht am

Mittlerweile habe ich das Versionskontrollsystem Git seit fast eineinhalb Jahren im Einsatz und bin jeden Tag wieder begeistert. Sogar bei meinem Arbeitgeber scheint eine Umstellung von Subversion auf Git in greifbarer Nähe.

Zuhause befinden sich fast nur noch Git-Repositorys auf meiner Festplatte, und ich kann mir eine Arbeit ohne Git nicht mehr vorstellen. Im letzten Jahr hat Git sich stark verbessert und es sind viel Zusatzsoftware, Dokumentationen und Filme für Git erschienen.

Den mittlerweile veralteten Artikel von 2007 ersetze ich durch eine große Liste hilfreicher Links zu Git:

Offizielle Website

Tutorials und Dokumentationen

Kurze Anleitungen

Anleitungen mit mehr Detail

Referenzen

Videos und Screencasts

Git-Hosting

  • GitHub – Kostenlose, öffentliche Repositorys bis 100 300 MB, oder kommerzielle größere Angebote
  • Bitbucket – Kostenlose, öffentliche und private Repositories für bis zu 5 Entwickler
  • Gitorious – Kostenlose, öffentliche Repositorys

Software

Mac OS X

  • OSX Installer für Git – Wem das selber kompilieren (./configure; make; sudo make install) zu kompliziert ist ;)
  • OpenInGitGui – Ein Shortcut für den OSX Finder
  • Git TextMate-Bundle – TextMate-Bundle
  • ProjectPlus – TextMate Plug-In, das Git, Mercurial, Bazaar und SVN Statusflaggen unterstützt
  • Gity – Git-GUI mit vielen Funktionen im Snow Leopard Style (jetzt unter OpenSource!)
  • GitX – Schicke Git-GUI für Mac OS X

Windows

  • msysgit – Eine Windows-Git-GUI
  • Git Extensions – Eine schicke Windows-Git-GUI, mit 5 Screencasts zur Bedienung
  • TortoiseGit – Git als Windows Explorer Shell-Erweiterung
  • SmartGit – Kommerzielle Lösung für Windows, Mac OS X und Linux

Fazit

Es gibt jetzt keinen Grund mehr, nicht auf Git umzusteigen, und jedes lächerliche Argument gegen Git lässt sich lässig widerlegen. Zwar gibt es immer noch eine Menge Subversion-Repositorys, doch auch die kann man dank git-svn (was mit Git installiert wird) ohne Probleme klonen auschecken und wieder committen.

Subversion und Git (Mercurial, Bazaar, …) lassen dazu auch nicht wirklich vergleichen, da der Ansatz ein ganz anderer ist. Mit Git kann man genauso arbeiten (z. B. zentrales Repository), wie auch mit Subversion, zusätzlich hat man aber noch die Möglichkeit auch verteilt zu arbeiten und die vielen fantastischen Möglichkeiten von Git zu nutzen (lokale Branches, offline Arbeiten, kaum Serverlast, geringe Dateigröße, …).

Wenn in deiner Firma immer noch Subversion eingesetzt wird und es (trotz klarer, betriebswirtschaftlicher Vorteile von Git) nicht funktioniert Git einzuführen, dann nutze für eine Übergangszeit einfach git-svn (das braucht nicht mal jemand mitbekommen). Zwar stehen dann nicht alle Möglichkeiten von Git zur Verfügung, aber die Arbeit wird auch so erleichtert.

Der einzige Nachteil, der bislang noch eine breite Nutzung einschränkte, war eine (ordentliche), fehlende grafische Oberfläche für Windows. Windows-Nutzer brauchen scheinbar Klicky-Bunty um glücklich zu sein. Mittlerweile kann man aber unter Windows auf die Cygwin-Umgebung, msysgit oder sogar TortoiseGit zurückgreifen.

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