CMS- & Weblog-Systeme Reloaded

31.03.2008

Zusammenfassung

Es ist schön zu sehen, wie Contentmanagement und Weblog-Systeme sich weiterentwickeln. In den letzten Wochen/Monaten haben sich erfreulicherweise bei einigen Kandidaten interessante Neuerungen ergeben.

Links in der Notiz

Ähnliche Notizen

ExpressionEngine 2.0

EllisLab hat im letzten Jahr eifrig an ExpressionEngine 2 gearbeitet und es auf der Grundlage des OpenSource-PHP-Frameworks CodeIgniter komplett neu programmiert. Das ganze Interface zeichnet sich durch Usability und Dynamik aus (Dank jQuery und Ajax).

ExpressionEngine 2.0 wird voraussichtlich im Sommer 2008 auf den Markt kommen. Dank der Integration von CodeIgniter lassen sich hier ungeahnte Synergien zwischen Webentwicklern und Webdesignern erhoffen.

Symphony 2.0

Die Jungs aus Down Under haben mit Symphony 1.7 schon ein beeindruckendes Contentmanagementsystem auf die Beine gestellt, das XSLT und XML in Kombination mit PHP und MySQL benutzt. Symphony war schon immer dazu gedacht, möglichst flexibel zu sein, und diverse Webseiten und Anwendungen zu erstellen. Mit der Beta von Symphony 2.0 ist dieses Ziel erneut ein großes Stück nähergerückt.

Und sobald die Lizenzregelung (eine Überführung in OpenSource ist geplant) klar ist und die Bugs der Beta behoben sind, wird Symphony 2.0 ein sehr interessanter Kandidat für Websites, nicht zuletzt wegen der unzähligen Möglichkeiten von XSLT und XPath.

WordPress 2.5

WordPress 2.5 kommt mit komplett überarbeiteter und entrümpelter Oberfläche daher. Auch hier findet man viel Dynamik und Komfort. Der Umgang mit Medien geht jetzt besonders komfortabel: So können Unmengen von Bildern gleichzeitig über ein Ajax-Interface hochgeladen werden, der Programmierer spricht davon, dass selbst tausend Bilder auf einmal kein Problem gewesen seien. Weiter bietet WordPress 2.5 jetzt die Erzeugung einer automatischen Bildergalerie an. Zwar gab es die Widgets schon ein paar Versionen länger, doch auch diese bieten eine interessante Perspektive.

Fazit

Endlich sind die Kinderkrankheiten behoben und die meisten Systeme sind im Web 2.0-Zeitalter angekommen. Bislang war die Bedienung – insbesondere das Interface der Eingabe – für die meisten Kunden nicht zumutbar. Für einen Kunden war nichts gewonnen, wenn er die Agentur die Änderungen weiterhin machen lies, und diese dafür das Backend eines CMS benutzten. Denn erst wenn die Bedienung auch für Otto-Normalverbraucher kein Problem ist lohnt sich auch für kleine Websites mit geringem Umfang und viel statischem Content der Umstieg auf ein Contentmanagementsystem.

Trotzdem schlägt mein Herz mittlerweile für Web-Frameworks, insbesondere für Django. Denn bei einer Website, die einen jahrelang begleitet, treten immer neue Wünsche und Ideen auf, wodurch man bei CMS- und Weblog-Systemen oft limitiert ist. Ich kenne Fälle, in denen Webdesigner im Laufe von wenigen Jahren eine komplette Relaunch-Mania durchgemacht haben, z. B. von MovableType zu WordPress, dann zu TextPattern und schließlich zu ExpressionEngine. Da fragt man sich: Was kommt als nächstes und wo nimmt die Person die Zeit her? Bei Django bleibt darunter immer Python und was in Python läuft, läuft auch in Django.

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Portaitfoto von Stefan Imhoff

Ich bin Stefan Imhoff, Designer und Webentwickler, Kampfkünstler und Hobby-Philosoph. 1999 habe ich das Ninjutsu-Magazin kogakure.de entwickelt, das schon bei PRO7 (Galileo), RTL2 (Welt der Wunder) und in der P.M. erwähnt wurde. Ich wohne in Hamburg und interessiere mich für Webstandards, Zugänglichkeit von Websites, Django, Bücher, Kinofilme, CG, Apple, Design und noch zwei, drei andere Dinge. Mehr Informationen »

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