Kostenlose Vektorkarten mit OpenStreetMap

06.09.2008

Zusammenfassung

Ich habe keine Ahnung, warum dieses Juwel so lange unbemerkt von mir bleiben konnte, aber gestern hat mich ein Kollege auf den Kartendienst OpenStreetMap hingewiesen. Ähnlich wie bei Wikipedia wird dort von vielen Benutzern eine für jeden kostenlos verfügbare Karte zusammengetragen.

Links in der Notiz

Die Autostadt Wolfsburg mit OpenStreetMap

Der Leistungsumfang von OpenStreetMap ist atemberaubend. Es stehen Vektordaten für große Teile der Erde zu Verfügung, die in einigen Bereichen derart detailliert sind, dass nicht einmal Google Maps da mithalten könnte. Fußwege, Trampelpfade, Ampeln, Stromleitungen. Auf OpenStreetMap ist geradezu alles eingezeichnet.

Und jeder ist dazu aufgerufen, Orte, Plätze oder Namen hinzuzufügen – oder wenn man ein GPS-Gerät sein Eigen nennt, auch Strecken abzufahren oder abzugehen und dann online zu stellen.

OpenStreetMap bietet verschiedene Kartenschichten in unterschiedlichen Detailgraden, Möglichkeiten zum Export in unzählige Formate, auch Vektorformate und alle Kartendaten sind unter einer CreativeCommons-Lizenz verfügbar. Ein vorbildliches Projekt, dass eine Menge Nutzen für alle bringt!

Die Anmeldung erfordert nur wenige Klicks, dann kann man die Karten editieren und helfen alles zu verfeinern.

Das Wiki ist sehr umfangreich und in vielen Sprachen verfügbar.

Es gibt sogar deutsche Screencasts im Wiki, die in die Benutzung und Bedienung des Projektes einführen.

Parallel dazu kann man den Dienst OpenRouteService benutzen, der auf den Kartendaten von OpenStreetMap aufsetzt, und sich Routen berechnen lassen, sogar für Fahrräder und Fußgänger.

Bei diesen fantastischen Karten wird Google Maps mich in der Zukunft wohl seltener als Kunde haben, vor allem wenn man die Daten weiterverarbeiten möchte, was Googles Lizenzbedingungen ja bekanntlich untersagen.

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Portaitfoto von Stefan Imhoff

Ich bin Stefan Imhoff, Designer und Webentwickler, Kampfkünstler und Hobby-Philosoph. 1999 habe ich das Ninjutsu-Magazin kogakure.de entwickelt, das schon bei PRO7 (Galileo), RTL2 (Welt der Wunder) und in der P.M. erwähnt wurde. Ich wohne in Hamburg und interessiere mich für Webstandards, Zugänglichkeit von Websites, Django, Bücher, Kinofilme, CG, Apple, Design und noch zwei, drei andere Dinge. Mehr Informationen »

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