Meine größte Dummheit, vorerst…
08.11.2007 – 3 Kommentare
Zusammenfassung
Oder: Wie man 4.000 $ im Klo runterspült.
Links in der Notiz
„Isch werd nochmal blöde mit dem Scheißding […] 200 Puls hab ich – bald.“
– Radio PSR Sinnlos Telefon
Wenn jeder einen großen Fehler im Leben frei hat, dann war das wohl meiner.
2003 habe ich beruflich viel mit 3D-Programmen gearbeitet und wollte zu meiner Ausbildung in 3ds max und etwas Cinema 4D eine Profisoftware lernen.
Maya war (und ist) der Marktführer im CG-Sektor für die Filmbranche. Deshalb habe ich nach einigem Herumtesten mit der „Personal Learning Edition“ von Maya 2003 eine Nodelock-Lizenz1 von Maya 5 Complete gekauft.
Nicht nur, dass „Maya Complete“ 2.500 $ gekostet hat, die Beschaffung hat mich wegen des Zolls noch ein üppiges Sümmchen zusätzlich gekostet.
Wenn man alle Schulungs-DVDs und -Bücher hinzunimmt waren das dann noch mal 400-500 $.
2005 bin ich zum Apple Mac geswitched. Leider stellte sich Alias unglaublich bei der Übertragung der Lizenz an, ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an den unsagbar unfreundlichen Mitarbeiter der deutschen Hotline von Alias… Wenigstens kann ich jetzt im Nachhinein wohl davon ausgehen, dass er seinen Job mittlerweile los ist, da Autodesk in Europa keine Zweigstellen hat :P.
Ich will auch noch mal lobend erwähnen, dass Macromedia die Lizenz von Flash MX nach einem Anruf vollkommen kostenlos gewechselt hat, und bei Adobe musste ich nur ein Formular unterschreiben, dass ich die Windows-Versionen von CS2 vernichte. Es geht also auch anders.
Um jetzt Maya am Mac weiterhin benutzen zu können, nötigte mich Alias mindestens ein Upgrade auf „Maya 6.5“ zu kaufen. Dumm wie ich war, habe ich die 1.100 $ bezahlt.
Ende 2005 wurde Alias von Autodesk aufgekauft, und irgendwie verschwanden dann auch plötzlich Support, Updates, Patches und Zukunft meiner Software… Ein weiteres Upgrade wollte ich nicht mehr machen.
Im Oktober 2007 habe ich mir dann Mac OS X 10.5 „Leopard“ gekauft und installiert.
Der Installer von „Maya 6.5 Complete“ teilte mir nüchtern in einer hässlichen Alert-Box mit:
„Diese Version von Maya benötigt Mac OS X 10.3-10.4“
Bitte? Wegen so einer Scheiß Abfragebox kann ich die Software für fast 4.000 € nicht mehr benutzen? Wo ich genau weiß, dass sie laufen wird, da die Software auf CD auch für Irix und Windows dabei ist, sich also relativ wenig um die Änderungen in Leopard kümmert. Ein simples, unprofessionelles Vorgehen, um Kunden zu zwingen regelmäßig upzudaten.
Also was macht man? Cracken? Ne, ist nicht nötig. Ich benutze jetzt Blender, das ist OpenSource (GNU), somit vollkommen kostenlos, sehr professionell, hat massenweise gute Tutorials und Screencasts. Die Galerien überzeugen, dass man damit sogar als Agentur auf hohem Level arbeiten kann.
Zudem basiert es auf Python und mit etwas Erfahrung in der Programmiersprache kann man nette Dinge programmieren. Und es gibt einen fantastischen, freien RayTrace-Renderer: YafRay.
Was will ich also mehr? Abgeschrieben ist die Software (im doppelten Sinne).
Zettel zusammenknüllen und das war’s.
P.S. Die Maya-Box eignet sich wunderbar als Bücherstütze…
- Lizenz, die nur auf einem bestimmten Computer funktioniert. Dies wird meist durch die Netzwerk MAC-Adresse geprüft. ↑

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