Why We fight

12.08.2007

Zusammenfassung

Voller Bedauern musste ich heute feststellen, dass ein lang erwarteter Film: „Why We Fight“ von Eugene Jarecki für mich als Europäer wohl niemals auf legalem Weg zu bekommen ist.

Links in der Notiz

Der Film erscheint lediglich im Regionalcode 1 (U.S.A & Kanada), und selbst als Download ist er nur in den U.S.A. zu bekommen. Das kann aber meiner Meinung nach wohl kaum an einem zu geringen Interesse des Themas außerhalb der U.S.A. liegen. Immerhin hat der Film bei Amazon.com über 115 Kommentare mit einer sehr hohen Bewertung erhalten. Und spätestens seit 9/11 zeigt sich deutlich, dass diese Politik nur ins Verderben führen kann.

Die Dokumentation vom Regisseur Eugene Jarecki handelt von der Verstrickung von Kongress, Militär und Industrie, vor der schon Eisenhower in den 60ern ausdrücklich gewarnt hatte.

Krieg ist mit 750.000.000.000 US-Dollar pro Jahr und Wachstumsraten von +25 % in einem Jahr das profitabelste Gewerbe der Vereinigten Staaten.

Die Abgeordneten sind durch diesen Profit fast schon gezwungen für weitere Militärgelder zu stimmen, denn die Waffenindustrie ist einer der größten Arbeitgeber. Und ein Verlust von 100 Jobs kann ohne weiteres 500 Stimmen kosten.

It is nowhere written that
the American empire goes on forever.

Nach Chalmers Johnson's Meinung bewegen sich die Vereinigten Staaten auf einem gefährlichen Weg, auf dem auch schon das Römische Imperium sich bewegt hat. Er vergleich die U.S.A. mit einem solchen Imperium, immerhin haben sie 725 militärische Außenposten in 113 Ländern. Wie auch schon die Römer brauchen sie ein stehendes Heer, um diesen Einfluss zu erhalten. Beim Römischen Reich führte dies zum Ende der Republik.

Im Film kommen ehemalige Politiker, Mitarbeiter von Geheimdiensten und der Waffenindustrie zu Wort. Es wird die Verstrickung der gesamten Gesellschaft in den Militärisch-Industriellen Komplex gezeigt.

Auf der offiziellen Seite kann man in einer großen Anzahl von Filmausschnitten wählen. Bleibt zu hoffen, dass bald auch der komplette Film dort verfügbar ist.

Update: Ich konnte jetzt einen Mitschnitt von ARD Festival sehen, und der Film ist wirklich sehenswert. Eine ARD/BBC/ARTE Ko-Produktion, die vielleicht noch mal auf einem der Sender irgendwann wiederholt wird. Ich denke auch, man müsste einen Mitschnitt von einem dieser Sender bekommen können.

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Portaitfoto von Stefan Imhoff

Ich bin Stefan Imhoff, Designer und Webentwickler, Kampfkünstler und Hobby-Philosoph. 1999 habe ich das Ninjutsu-Magazin kogakure.de entwickelt, das schon bei PRO7 (Galileo), RTL2 (Welt der Wunder) und in der P.M. erwähnt wurde. Ich wohne in Hamburg und interessiere mich für Webstandards, Zugänglichkeit von Websites, Django, Bücher, Kinofilme, CG, Apple, Design und noch zwei, drei andere Dinge. Mehr Informationen »

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