Wie Marions Kochbuch Google manipuliert
05.02.2008
Zusammenfassung
Gerade auf ARD bei PlusMinus gesehen: die hinterhältige Masche des Herrn Knieper, der belanglose Bilder im Internet streut und dann gegen den Missbrauch seines Urheberrechtes zu Tausenden vor Gericht zieht.
Wie PlusMinus berichtet, ist die ganze Website Marions Kochbuch (den Link spare ich mir) eine Masche, um Menschen im großen Stil abzumahnen. Der Betreiber der Website, der Fotograf Folkert Knieper, macht im großen Stil belanglose Fotos von Nahrungsmitteln.
Diese bringt er durch Manipulation von Googles Sucheigenschaften, so z. B. durch viele Listen, seitenweise Bilder und Informationen zu allen Nahrungsmitteln in Googles Bildersuche für die meisten Nahrungsmittel weltweit in die oberen Ränge (hier am Beispiel »Tomate«, auf Platz eins).
Ahnungslose Internetsurfer, werden durch Texte mit Wortlaut: »Frei und kostenlos« (was sich aber auf die Rezepte und nicht auf die Fotos bezieht) geködert. Wenn jetzt jemand z. B. das Bild eines Apfels oder eines Getränks in irgendeinem Zusammenhang in ein Forum o. ä. sendet, hagelt es kurz darauf die Abmahnung in vierstelliger Höhe.
Die Richter interessiert nicht, wie der Urheberrechtsbruch passiert ist und entscheiden immer zu Gunsten des Seitenbetreibers. Also Vorsicht! PlusMinus berichtet weiter, dass viele der Informationen zu Inhaltsstoffen der Nahrungsmittel falsch seien und stellt fest, dass die Rezepte eine große Ähnlichkeit mit Rezepten aus diversen Kochbüchern haben.
Schaut deshalb lieber nach freien Bildern mit CreativeCommons-Lizenz auf flickr oder supergünstig bei iStockPhoto, und löscht Marions Kochbuch aus euren Favoriten. Und erzählt das auch euren Mamas und Omas. Hier ist übrigens alles (bis auf das Design der Seite) frei!
Bleibt nur zu hoffen, dass Google durch den Fernsehbeitrag auf die Machenschaften der Seitenbetreiber aufmerksam wird und deren PageRank senkt oder sie am besten gleich ganz aus dem Index entfernt.
