Versionskontrolle mit Git

Stefan Imhoff

Vor ein paar Wochen bin ich über Git gestolpert, das Versionskontrollsystem von Linus Torvalds. Git wird zur Zeit von Junio Hamano entwickelt.

Seit fast einem Jahr arbeite ich nun mit Subversion – und bin ziemlich zufrieden. Meine Ansprüche sind aber auch nicht sehr hoch, da ich kein Software-Entwickler bin, oder riesige Mengen Code zu bewältigen habe. Bei mir gab es bislang auch noch keinen branch in einem meiner Projekte

CVS habe ich nicht kennengelernt und das scheint auch gut zu sein, bei allen grausigen Meldungen, die man über CVS hört.

Linus Torvalds sieht das wohl etwas anders, wie er in Googles Tech Talk: Linus Torvalds on git deutlich macht:

I see Subversion as being the most pointless project ever started, because the slogan for Subversion for a while was: CVS done right […]. And if you start with that kind of slogan, there is nowhere you can go. There’s no way to do CVS right.

Zur Namensfindung von Git (engl. Blödmann, Depp, Idiot) erzählt Linus Torvalds scherzhaft, dass er seine Projekte eben gerne nach sich benennt.

Vorzüge von Git

Git hat einige interessante Vorzüge:

  • Das Erstellen neuer Entwicklungszweige und das Verschmelzen sind einfach und effizient.
  • Man benötigt keinen zentralen Server, das Repository befindet sich beim Projekt.
  • Daher kann man auch ohne Verbindung auf die Vorzüge eines Versionskontrollsystems zugreifen.
  • Verschlüsselte Versionsgeschichte
  • Flexibler Datentransfer
  • Einfaches Säubern des Repositories

Git passt besser in eine OpenSource-Community, weil man sich nicht über die Probleme des Zugriffs auf ein Repository beschäftigen muss. Gibt man zu wenigen Personen Zugriff auf sein Repository, gibt es auch wenig Entwicklung. Gibt man zu vielen Zugriff entsteht nur Müll.

Linus bringt es klar auf den Punkt: Die meisten da draußen sind Schwachköpfe, und ich vertraue ihnen nicht!. Trotzdem kann jeder sich eine Kopie seines Projektes ziehen, daran arbeiten und es verbessern.

Ist seine Arbeit gut, und andere Personen finden sie auch gut, können diese die Arbeit mit der eigenen verschmelzen.

Fazit

Git ist sehr einfach und effizient zu bedienen, schon nach kurzer Zeit konnte ich damit umgehen. Man kann Git z. B. auch zusätzlich zu SVN oder CVS auf seinem Rechner nutzen. Das man kein zentrales Repository hat haben muss, ist ein echter Vorzug.

Neben dem fantastischen Vortrag von Linus Torvalds auf Google Tech Talk gibt es auf der offiziellen Seite von Git gute Handbücher und Tutorials.

Ich werde Git in der nächsten Zeit in meinen Projekten testen und meine Erfahrungen hier veröffentlichen.

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